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Tuxer Seven Summits

Die "Tuxer 7 Summits" sind sieben Gipfel hintereinander und eine nette Erfindung einfallsreichen Tourismusmarketings. Bei der Routenplanung entdeckte ich erst nach meiner Routenfestlegung, dass ich mich wohl durch touristische Highlights bewege. Ja, die Glungezerhütte war voll mit Leuten, die bei herannahender Gewitterfront über die sieben Gipfel gehen wollten. Nicht alle waren am Abend auf der Lizumer Hütte, mussten also wohl umgekehrt und zur Glungezerhütte zurückgegangen sein. Auf dieser Hütte lernte ich eine Gruppe Venedig-Wanderer kennen und wir hatten einen schönen Tag, ein kleines Bad in einem eiskalten Bergsee und kamen mit dem einsetzenden Regen in der Lizumer Hütte an. Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege, denn ich wollte Richtung Mayrhofen und von dort auf den Berliner Höhenweg.

Der Berliner Höhenweg

Der "Berliner Höhenweg" ist einer jener Erschließungswege in den entlegenen Alpenregionen, mit denen gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Täler, Übergänge und Gipfel erschlossen wurden. Architektonischer Höhepunkt ist sicherlich die Berliner Hütte und ihre prachtvolle Inneneinrichtung. Auffällig sind die teilweise mit großen Steinplatten vorbereiteten Wege vor allem zwischen Berliner Hütte und im Bereich der neu gebauten Olperer Hütte. Die Überquerung der Mörchnerscharte war unspektakular, dafür war ein kurzes Bad im Schwarzsee (2472 m) oberhalb der Berliner bei 5°-6° Wassertemperatur sehr anregend. Der folgende Aufstieg zum Schönbichler Horn (3133 m) war matschig, nass, windiges Schneegestöber und ziemlich ungemütlich. Im Windschatten Abstieg zum Furtschaglhaus und am anderen Tag entlang des Schlegeisspeichers zur Olperer Hütte. Anne und Andrew aus Südengland, Stefan und Fabian und ich sind nun "im Takt" und treffen uns abends auf der Hütte, gehen jeder in seinem Tempo und gelegentlich sehen wir uns in der Ferne.